Anthrazit Kohle, Ofenkohle oder Kesselkohle?

    Die richtige Kohle-Art wird je nach Anwendung ausgewählt:

Für den sogenannten Anthrazitkessel (bzw. große Kesselanlagen) wird das Ukrainische Anthrazit verwendet. Diese Anthrazit Kohle hat meistens eine Körnung von 8-15 mm bei einem relativ geringen Schwefelanteil, daher eignet sich diese Kohle sehr gut für eine langjährige Lagerung. Die Anthrazit Kohle hat übrigens von allen Kohlesorten die besten Abgaswerte.

Die Kesselkohle hat in der Regel eine Körnung von 8-21 mm bei einem Anteil von rd. 34% flüchtige Bestandteile.
Kesselkohle kommt aus Schlesien und hat wenig Wasser- und Aschegehalt. Auch diese Kohle hat einen relativ hohen Verbrennungsgrad.
Für die Öfen ist es optimal eine Steinkohle zu haben, die auf Grund ihres hohen Anteiles an flüchtigen Bestandteilen praktisch von selbst brennt, denn dann brennt die Kohle ohne zusätzliches Holz (o.ä.).

Die sogenannte Ofenkohle nennt man auch Gasflammkohle, da sie etwa 31% flüchtige Bestandteile hat. Die Lagerung dieser Kohle sollte möglichst 2 Jahre nicht überschreiten, weil sich sonst der Brennwert sehr stark reduziert!

Einen relativ geringen Aschegehalt hat die kolumbianische Steinkohle, weil der Aschegehalt nur ca. 1,4 % beträgt. Besoders kritisch ist bei dieser Kohleart allerdings der hohe Wasseranteil, es gibt also viele flüchtige Bestandteile! Bei der Verbrennung können sich dadurch viele Partikel von der Kohle lösen und umher schweben.

Die Schmiedekohle ist etwas ganz besonderes, denn sie hat einen hohen Anteil an flüchtigen Bestandteilen, damit die Hitze schnell erzeugt wird. Die Schmiedekohle schlackt auch nicht.